BARF-Ernährung & positiver Einfluss auf die Hundegesundheit

Barft der Hund, bleibt er gesund! So ähnlich bringen es viele Hundebesitzer auf den Punkt, die auf BARF umgestellt haben und den direkten Vergleich zu Trocken- oder Fertigfutter haben. (Barfer.org)

BARF steht als Abkürzung für Biologically Appropriate Raw Food und wird im Deutschen oft mit „Biologisch Artgerechtes Rohes Futter“ erklärt. Der australische Tierarzt Dr. Ian Billinghurst hat das Konzept in den 90er Jahren bekannt gemacht. Es geht davon aus, dass es dem Hund am besten geht, wenn er so frisst, wie es seine Vorfahren in ihrem natürlichen getan haben. Es entspricht damit der artgerechten Ernährungsweise eines Hundes: rohes Fleisch, rohe Knochen, etwas Gemüse und kein Getreide. Es ist nicht gekocht oder in anderer Weise weiterverarbeitet und enthält folglich auch keine Konservierungsmittel, Zusätze oder ähnlich Bekanntes aus der Futtermittelindustrie. Genauso wie der Mensch aufgrund der heutigen Ernährungsweise Zivilisationskrankheiten entwickelt hat, ergeht es oft auch dem Hund. Sei es Fettleibigkeit, Verdauungsstörungen, Arthrose, Allergien, Schlaganfall oder Herzprobleme. Viel Geld gibt ein Hundebesitzer oftmals aus, um die Symptome einer unpassenden Ernährung behandeln zu lassen. Für Tierarztbesuche, spezielles Futter oder Mischungen, um endlich das richtige für den vierbeinigen Liebling zu finden.

Viel Geld geht verloren. Ein Aspekt, der oft ignoriert wird, wenn argumentiert wird, Rohfütterung sei zu teuer. Nur sollte man eben das Geld einberechnen, was man sich durch die artgerechte Ernährung an Tierarztbesuchen spart. Viele Hundebesitzer berichten, dass sich die allgemeine Gesundheit des Hundes nach dem Wechsel zu BARF verbessert hat und dies auch deutlich sichtbar ist: Das Fell glänzt, die Nägel sind stark und wachsen gleichmäßig, Zähne und Zahnfleisch sind sauber. Unangenehme Körperausdünstungen verschwinden. Wie genau geht „Barfen“? Im Grunde ist es einfach. Der Hund erhält einmal am Tag eine rohe Mahlzeit. Genauso wie seine Vorfahren ist das völlig normal. Karnivoren haben oft nur einmal am Tag eine größere Mahlzeit zu sich genommen oder auch mehrere Tage gar nichts gefressen. Die Mahlzeit sollte zu 90 bis 95 Prozent aus rohem Fleisch und Knochen bestehen.

Ideale Fleischquellen sind Rind, Geflügel, Schaf, Ren, Elch oder Pferd. Auch Fisch kommt infrage. Die Knochen müssen nicht zerkleinert werden. Am Anfang oder beim Wechsel zu BARF kann es für den Hund leichter sein, mit kleineren Knochen anzufangen. Wichtig ist, Knochenmaterial auf keinen Fall zu kochen! Denn das erhärtet die Knochen, lässt Sie beim Fressen zersplittern und kann dem Hund ernsthaft schaden. Als Faustregel gilt, dem Hund täglich zwei bis fünf Prozent seines Körpergewichts zu füttern.